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Tagestour: Naturpark Südheide - Fluss-Wald-Erlebnispfad

Wandergebiet W3 Naturpark Südheide: Fluss-Wald-Erlebnispfad


Zwischen Hermannsburg, Müden (Örtze) und Poitzen im Norden erschließt der Fluss-Wald-Erlebnispfad die Landschaft des Örtzetals mit naturnahen Heidebächen, einem See und viel Wald und Grünland. Zahlreiche Mitmachstationen und Informationstafeln zum Thema Wald und Wasser laden am Wegesrand zum genaueren Hinsehen und Ausprobieren ein.


Hier begegnet man fleißigen Waldarbeitern, kann selber messen wie tief und schnell das Wasser ist und erfährt, dass im Wald der LÖWE los ist … Der Weg eignet sich auch besonders für Familien mit Kindern, die unterwegs was entdecken wollen. Aber auch für den Wandergast hält der Pfad und seine Umgebung ein besonderes Landschaftserlebnis bereit. Eine Broschüre und ein Faltblatt zum Fluss-Wald-Erlebnispfad gibt es in den Tourist Informationen Müden (Örtze) (in der alten Mühle) und Hermannsburg (im Rathaus).


 

Ausgangspunkt für die einzelnen Etappen ist die Wassermühle und Tourist Information in 29328 Müden (Örtze), Unterlüßer Str. 5. 

Position: N 52° 52.58633', E 010° 07.28149' 

Die lange Tour kann auch an der Örtzebrücke im Lutter, Ortsteil Baven bei Hermannsburg begonnen werden.


Kurze Tour: 3,6 km

Mittlere Tour: 8,8 km

Lange Tour: 19,1 km

Barrierefrei: 3,0 km


Die Touren des Wandergebietes W3 sind mit dem abgebildeten Piktogramm beschildert. An Abzweigungen ist die kurze Tour mit einem kleinen grünen Kreis gekennzeichnet, die mittlere Tour mit einem mittleren gelben Kreis und die lange Tour sowie der Lehrpfad mit einem heidefarbenen großen Kreis.



Weitere Informationen und Tipps zu den Touren des Wanderparadieses Südheide finden Sie auch hier im Region Celle Navigator.



Wissenswertes zum Fluss-Wald-Erlebnispfad (Wandergebiet W3)


Ein Wanderweg für Wassertiere

Die Wassermühle in Müden staut die Örtze auf, um die Wasserkraft zur Stromerzeugung zu nutzen. Das Mühlenwehr aber versperrt den in der Örtze lebenden Tieren den Weg. Für manche Fischarten und die Larven von Wasserinsekten wie Eintags-, Steinund Köcherfliegen sind bachaufwärts gerichtete Wanderungen überlebenswichtig, damit sie einer Abdrift durch die Strömung des Wassers entgegen arbeiten können und verwaiste Bachabschnitte wieder besiedelt werden. Manche Fischarten müssen ihre Laichplätze in den Bachoberläufen erreichen. Typische Fische der Örtze sind Groppe, Steinbeißer und Bachforelle. Hinzu kommt das zu den Rundmäulern gehörende Bachneunauge.


Damit das Mühlenwehr kein Wanderhindernis für Wassertiere darstellt, wurde in den 1990er Jahren ein so genannter Umfluter gebaut, der oberhalb der Mühle von der Örtze abzweigt und unterhalb davon wieder einmündet. Der Umfluter wurde so gestaltet, dass er wie ein natürlicher Bach wirkt. Das erleichtert es den Wassertieren, diese "Umleitung" zu finden und hinauf zu wandern.


Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Örtze für ihre Lachsvorkommen bekannt. Unterhalb der Wolthausener Mühle befand sich sogar ein herzoglicher Lachsfang, der bereits 1667 erwähnt wurde. Nachdem der Lachs viele Jahrzehnte in der Örtze ausgestorben war, wird er seit einigen Jahren von der Angelsportgemeinschaft Müden wieder angesiedelt. Da dieser Fisch aus dem Meer kommend bis in die Oberläufe der Bäche wandert, um dort abzulaichen, ist ein durchgängiges Fließgewässersystem ohne Wanderbarrieren für diese Art besonders wichtig.


Rieselwiesen

Das Grünland im Örtzetal wurde bis in das 20. Jahrhundert hinein als Rieselwiesen bewirtschaftet. Wiesen stellten früher die wertvollsten Grundstücke der Heidebauern dar. Sie dienten der Heugewinnung und wurden vielfach in den Bachtälern zu so genannten Rieselwiesen ausgebaut, das Sprichwort befolgend: "Wo Wasser, da Gras."


"Die Noth, die Mutter so mancher Erfindungen, lehrte auch die Lüneburger Heidebewohner, bey ihrem großen Futtermangel früh die Benutzung der Bäche zur Wiesenbewässerung kennen." So schrieb im Jahre 1800 der aus Celle gebürtige Agronom Albrecht Daniel Thaer. Die Lüneburger Heide gilt als Wiege des Kunstwiesenbaus. Die Blütezeit der Rieselwiesenwirtschaft lag in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Für die Berieselung der Wiesen wurde ein Grabensystem angelegt, das sich aus den etwas höher gelegenen Zuleitern und den tiefer gelegenen Ableitern zusammen setzte. Der Wasserstand in den Zuleitern konnte mit Hilfe von Staubauwerken reguliert werden, so dass das Wasser während der Berieselung über die Ufer der zum Zuleiter gehörenden kleinen Gräben trat. Die Entwässerungsrinnen der Ableiter nahmen das gleichmäßig über das Grünland rieselnde Wasser wieder auf und führten es ab. Im ebenen Gelände waren zur Anlage des Be- und Entwässerungssystems erhebliche Bodenbewegungen notwendig, um Geländerücken für die Zuleiter zu bauen. Das Wasser wurde durch den Anstau der Bäche in die Rieselwiesen geleitet. Das Relikt eines solchen Staubauwerkes ist noch am Wanderweg nördlich von Poitzen zu sehen. Bei genauem Hinsehen lassen sich auch noch die Geländerücken der Zuleiter entdecken.


Die Berieselung diente im Frühjahr dem Schutz vor Spätfrösten, im Sommer der Anfeuchtung des Bodens und im Herbst vor allem der Düngung durch im Wasser gelöste Nährstoffe. Im Winter ruhte zur Durchlüftung des Bodens die Bewässerung.

Bilderstrecke

  • Am Fluss-Wald-Erlebnispfad
  • Piktogramm FlußWaldErlebnispfad
  • Alte Mühle Müden (Örtze)
  • Wassermühle Müden (Örtze)
  • In der Wassermühle
  • Alte Mühle Müden (Örtze)
  • eine der 4 Infotafeln rund um den See
  • Sonnenaufgang am Heidesee
  • Heidesee in Müden (Örtze)
  • an der Wassermühle in Müden (Örtze)
  • Picknick

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Etappen

Kurze Tour (3,6 km) Fluss-Wald-Erlebnispfad

Die kurze Tour beginnt an der Tourist Information in der alten Mühle in Müden und führt Richtung Süden entlang des Örtzetals. In Höhe des Sauerfeldes wird ein kleiner, der Örtze

Mittlere Tour (8,8 km) Fluss-Wald-Erlebnispfad

Die mittlere Tour führt die Örtze aufwärts entlang des Heidesees Richtung Poitzen. Hinter dem Heidesee verläuft der Weg am westlichen Örtzeufer durch den Wald bis zur Polenwiese, auf der noch

Lange Tour (19,1 km) Fluss-Wald-Erlebnispfad

Die lange Tour auf dem Fluss-Wald-Erlebnispfad entspricht zunächst der kurzen Tour, sie führt aber wesentlich weiter nach Süden. Nach dem Durchwandern des Sauerbruches fällt das Gelände seitlich des Weges steil

Barrierefreie Tour (3,0 km) Fluss-Wald-Erlebnispfad

Der barrierefreie Abschnitt des Fluss-Wald-Erlebnispfades führt von der Tourist Information in der alten Mühle in Müden aus einmal um den Heidesee herum. Auf einer Länge von drei Kilometern ist der

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